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Freitag, 30. August 2019

Parasiten und Religionen / Gedanken zur genetischen und kulturellen Evolution


Was sind Parasiten? „Lebewesen, die in oder an anderen Organismen leben, sich von ihnen ernähren, sie dadurch schädigen, ohne sie immer zu töten? Parasitismus in Biologie | Schülerlexikon | Lernhelfer https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie-abitur/.../parasitismus

Deswegen sind sie trotzdem durch die Evolution entstandene Lebewesen und deswegen weder gut noch schlecht. Sie sind durch die Evolution „geschehen.“ Es ist doch gleichgültig, ob der Löwe sein Beutetier tötet oder ein Parasit sich in seinen Wirten einnistet und sich dann von ihm ernährt. Wir Menschen sind ja auch Parasiten. Wir leben und lebten auf Kosten unseres Wirtes „Umwelt“, den wir gnadenlos ausnützten. Und warum züchten wir Tiere und Pflanzen? Weil wir ihnen etwas Gutes tun wollen? Worauf wir aber achten müssen, ist, dass wir nicht selbst für andere die ausgebeuteten Wirte sind. Das ist jedenfalls möglich, wenn wir uns immateriellen Parasiten zuwenden. Es gibt auch Ideen, die sich wie Parasiten verhalten.

Wie viele Wissenschaftler und Künstler sind von einer Idee besessen, die sie unbeschadet ihrer Gesundheit, Familie, Freunde dgl. mehr verwirklichen wollen oder müssen. Deswegen sind diese Ideen nicht unbedingt Parasiten. Der Wissenschaftler etwa gibt sich einer Idee hin, weil er selbst nach einer Erkenntnis strebt, berühmt werden will usw. Die „Idee“ nützt ihn nicht für „ihre Zwecke“ aus, er gibt sich vielmehr voll an sie hin, weil er ein persönliches Ziel erreichen will.

Ich spreche immer von Ideen. Um zu erklären, was ich unter einer Idee verstehe, verweise ich auf die Unterscheidung zwischen genetischer und kultureller Evolution.

Voraussetzung der Evolution ist die Replikation. Sie ist die Fähigkeit, von sich selbst  Kopien herzustellen. Das Leben auf Erden begann damit, dass vor etwa 3,77 Milliarden Jahren in einem der Urmeere eine chemische Verbindung entstand, die sich dadurch fortpflanzen konnte, dass sie von sich „1/1“ Kopien herstellte. Dabei kam es auch zu „Fehlkopien“, die ebenfalls von sich selbst „1/1“ Kopien anfertigten. Diese „Fehlkopien“ konnten sich entweder schlechter oder besser als ihre „Mutterkopien“ und den übrigen Fehlkopien an ihre Umgebung anpassen. Es kam zu Konkurrenzsituationen, in der jeweils die besser geeigneten Kopien die anderen verdrängten.

Nach der Memtheorie spielt sich unsere Kulturevolution im Bereich der MEME ab. Danach ist ein MEM ein „einzelner Bewusstseinsinhalt, zum Beispiel ein Gedanke“. [1] Ich will in diesem Zusammenhang an ein Volkslied denken. Wenn ich es höre, entsteht in mir eine Kopie des Lieds. Wenn ich es singe, erzeuge ich bei jedem meiner Zuhörer ebenfalls eine Kopie des Lieds. Wenn Dreißig mir zuhören, sind es dreißig Kopien, die ich weitergebe. Jede von ihnen ist aber keine 1/1 Kopie. Ich muss ja nicht gerade falsch singen. Es genügt, wenn ich nicht in derselben Stimmlage singen kann, die ich gehört habe.

Mitunter ergibt es sich, dass ich mit Bekannten zusammensitze und Volkslieder singe. Dabei kommt es häufig vor, dass wir verschiedene textliche und melodische Varianten kennen. Wir entscheiden uns für die Variante, die den meisten von uns zusagt.  Auf die Übrigen „vergessen“ wir. Dann komme ich heim und rufe einen Freund an. Ich sage ihm, ich hätte ein schönes Lied gehört. Wenn ich es ihm am Telefon vorsinge, halte ich mich dann auch an die Variante, auf die wir uns im Singkreis geeinigt hatten? Kann sein oder auch nicht.

Mit diesem Vergleich möchte ich zwei, für die Evolution grundlegende Begriffe veranschaulichen. Der eine ist der Begriffe „Replikation“, durch die „1/1“ Kopien oder abweichende (fehlerhafte) Kopien entstehen. Der andere ist der Begriff Selektion. Die Variante, die uns besser zusagt, verdrängt im Singkreis die anderen. Somit haben sie sich im Singkreis nicht durchgesetzt und wurden in ihm „selektiert“. In diesem Zusammenhang ist der Singkreis ein eigenes Ganzes, das wir Memplex nennen. Wenn ich nun meinem Freund das Lied in der von mir favorisierten Version vorsinge, entsteht ein neuer Memplex. Wenn nun mein Freund mit seinen Kindern das Lied singt, entsteht wieder ein Memplex, zu dem z.B. auch der Gesang seines Kleinkindes gehört. 

Nun bitte ich Sie, sich vorzustellen, wie viele Varianten von einem Liede insgesamt möglich sind. Es ist nicht verwunderlich, dass von einem einzigen Volkslied im Laufe der Zeit eine nicht vorstellbare Zahl an Varianten entsteht bzw. entstanden ist..

Wenn ich mit gläubigen Menschen spreche, weisen sie ständig auf die Vielfalt der irdischen Lebewesen hin. Sie meinen, sie sei ohne Schöpfergott nicht möglich. Sie wollen bekehren und haben keine Ahnung davon, dass die Evolution 3,77 Milliarden Jahre zur Verfügung hatte, bis sich die heutige Vielfalt entwickeln konnte. Können wir uns irgendwie vorstellen, wie viele Milliarden Replikationen und Selektionen in diesem Zeitraum stattgefunden haben? Versuchen wir uns, vorzustellen, wie viele Millionen dieser Vorgänge bei der heutigen Zahl der Lebewesen pro Sekunde stattfinden. Dabei darf ich nicht nur an die Zahl der Bakterien, die in mir leben, oder an all die Kleinstlebewesen im Boden und im Wasser. Wir können uns ja nicht einmal vorstellen, wie viele Evolutionsprozesse heute pro Sekunde stattfinden. So ist das Wirken der Evolution auch ohne Gott allgegenwärtig. 


Benützte Quellen: Darwins, Der Gotteswahn, Ullstein 2014, Kapitel 5.; Daniel C. Dennett, Den Bann brechen, Teil 1, Pandoras Büchse wird geöffnet, Abschnitt 1 und 2, Anhang A die neuen Replikatoren. Wikipedia, Kath Erich, Philosophie für Durchschnittsmenschen,https://de.wikibooks.org/wiki/Philosophie_für_Durchschnittsmenschen Abschnitt über das Leben und Anhang; Wikipedia Mem https://de.wikipedia.org/wiki/Mem Wikipedia Meme https://de.wikipedia.org/wiki/Meme
[1] Zitat aus Wikipedia Meme.

Vorveröffentlicht in Giordano Bruno / Regionalgruppe Österreich http://www.giordano-bruno-stiftung.at/?p=2464

Sonntag, 25. August 2019

Werbewoche in der Seestadt


Ich begrüße Sie herzlich zur Werbewoche der Laizisten in der Seestadt! Vom 26.-30. August 2019 werden in ihr 2.500 Flyer verteilt, mit denen die Gleichbehandlung der Laizisten mit den Religionen gefordert wird. Es ist recht und billig, dass auch sie wie diese, die ihnen zustehende Beachtung finden.  


⇒Wenn Sie mit mir Kontakt aufnehmen wollen, erreichen Sie  mich unter  laizisten.seestadt@outlook.com
Wenn Sie Lust haben, unser Mitglied zu werden, finden Sie die dazu nützlichen Angaben unter dem Menüpunkt Werde Mitglied. 
Wenn Sie sich aktiv für die Laizisten der Seestadt einsetzen wollen, sind sie jederzeit willkommen.
Wenn Sie dazu noch in der Seestadt wohnen, wäre das besonders wertvoll. Ich bin 87 Jahre alt und wohne im 3. Wiener Gemeindebezirk. Wir brauchen dringend in der Seestadt einen Stützpunkt oder eine Postadresse sowie jemanden, der sie betreuen kann.
Wenn Sie wissen wollen, was Laizisten sind, klicken Sie auf den Menüpunkt Laizismus. 


Dr. Emmerich Lakatha








Samstag, 24. August 2019

Fridays for Future

Das Brutalste unseres Daseins ist das Sterben, besonders wenn es qualvoll ist. Ich bin 87 Jahre alt, und lebe in einem Seniorenheim mit ca. 350 BewohnerInnen. Auch mir ist  beim Gedanken an den Tod eigenartig zumute. Ich weiß, dass niemand dem Sterben entkommen kann. Ich habe aber in meiner Lebenszeit doch immer wieder viele schöne Stunden erlebt.  


Viel brutaler als das persönliche Leiden und der persönliche Tod ist der greifbare Untergang der Menschheit.

Viele meiner MitbewohnerInnen haben Enkelkinder und Urenkeln, die erst kürzlich zur Welt kamen. Darum höre ich oft, wenn vom Klimawandel die Rede ist: "Was haben unsere Nachkommen für schreckliche Zeiten vor sich." Damit ist aber niemandem geholfen. Die Kinder haben das elendige Sterben der Umwelt damit das eigene Dahinsiechen in einer zerstörten Umwelt vor Augen. So  machen sie das, was sie können: Sie versuchen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Wie sie das tun, ist für manchen Erwachsenen unverschämt. Die Kinder sollen etwas lernen und nicht in der Schulzeit demonstrieren, meinen sie. Was nützt  aber das Lernen den Kindern, wenn  ihre Umwelt ruiniert ist. 


Fridays for Future (dt. „Freitage für die Zukunft“, kurz FFF, auch Schulstreik für das Klima bzw. Klimastreik, ursprünglich schwedisch Skolstrejk för klimatet) ist eine globale soziale Bewegung ausgehend von Schülern und Studenten, welche sich für möglichst umfassende, schnellste und effiziente Klimaschutz-Maßnahmen einsetzen, um das auf der Weltklimakonferenz in Paris 2015 (COP 21) im Weltklimaabkommen beschlossene 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen noch einhalten zu können.“ [1]


Es besteht auch eine Regionalgruppe Österreich. https://www.fridaysforfuture.at/  Ich meine, dass wir ihren Aktionen und Zielen Aufmerksamkeit schenken müssen. Sie schreien ihre Not heraus. Ist es recht, das Schreien von  in Not geratenen  Kindern zu ignorieren?  Wie wär es, wenn wir das Geschehen in Zukunft aufmerksam verfolgten?  


[1] Quelle: Wikipedia Fridays for Future, https://de.wikipedia.org/wiki/Fridays_for_Future  Dieses Zitat steht unter der Doppellizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 und GNU Lizenz für freie Dokumentation.

Dienstag, 20. August 2019

Gleiche Rechte für alle Weltanschauungen in Österreich

„In Österreich werden Weltanschauungsgemeinschaften nicht als Körperschaften des öffentlichen Rechts, so wie es für Religionsgemeinschaften vorgesehen ist, anerkannt. Weltanschauungsgemeinschaften müssen sich als Vereine konstituieren. Rechte und Förderungen sind damit nicht dieselben wie für Religionen“. https://de.wikipedia.org/wiki/Weltanschauungsgemeinschaft#Rechtliche_Situation_in_Österreich

Dieses Zitat steht unter der Doppellizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 und GNU Lizenz für freie Dokumentation.

Können Sie sich vorstellen, das sie sich, wenn nötig auch gegen Widerständen der in Österreich anerkannten Religionsgemeinschaften, für die gesetzliche Gleichstellung von religiösen und religionsfreien Weltanschauungsgemeinschaften einsetzen? Wir Laizisten bieten gerne unsere Hilfestellung an.

Diese Post wird einzeln an die kandidierenden Parteien verschickt. Eine Befassung von FPÖ war nicht möglich, da deren Firewall die Standardeinstellungen der von mir benützten Browser abwies und ich nicht an den Standardeinstellungen herumbasteln will. 
Der Hinweis auf die Doppellizenz wurde nachträglich ergänzt.  

Donnerstag, 15. August 2019

Parasiten und Religionen / Vorbemerkungen

Der Mensch stammt nicht vom Affen ab. Er ist und bleibt ein Affe, und zwar ein Trockennasenaffe. Er ist „unbegrenzt“ anpassungsfähig und unterliegt der Evolution. Parallel zu seiner körperlichen Entwicklung hat er eine Kulturelle. Ich habe oft darüber meditiert und nachgedacht. Warum sollte sich der Mensch nicht tiergerecht verhalten? Sind nicht Revierkämpfe und Machtkämpfe in der Tierwelt an der Tagesordnung?

Wie schön sind doch die Universum Sendungen. Ich empfinde sie für schrecklich. Sie führen mit vor Augen, wie grausam es in der Natur zugeht. Es geht nur zu oft um Siegen oder Sterben. Diese Kräfte der Natur gelten auch für uns Trockennasenaffen. Die heutige Menschheit ist nicht vom Himmel gefallen. Sie wird von zwei verschiedenen Kräften bestimmt: der genetischen Evolution und der kulturellen Evolution. Ich wage es nicht, zu sagen, wie sich im Einzelnen diese Entwicklungen gegenseitig beeinflussen. Dazu fehlt  mir ganz einfach das nötigen Wisse. Dass jedoch der heutige Mensch nur durch dieses gegenseitige Zusammenwirken ausgeformt werden konnte, wird wohl niemand bezweifeln. Vielmehr wird er die Probleme unserer Zeit besser begreifen.

Alles Geschehen im All folgt den Naturgesetzen. Über allfällige weiteren Details mögen sich Experten auseinandersetzen. Fest steht jedenfalls, dass die Naturgesetze wertneutral sind. Sie geschehen einfach. Auch die Evolution ist ein wertneutrales Naturereignis. Überlebt im Kampfe der Stärkere, muss der Schwächere sterben oder weichen. Wir Menschen sind nicht die Moralapostel der Natur. Das Problem ist, dass der heutige Mensch sich anmaßt, von seinem Standpunkt aus der Menschheitsgeschichte ethisch zu bewerten. Ich finde das als eine Art des Rassismus. Ich sagte schon, dass ich Universum Sendungen als schrecklich empfinde. Genauso geht es mir, wenn ich die Menschheitsgeschichte betrachte. Sie ist in vieler Hinsicht schrecklich, aber evolutionär betrachtet, nur eine Dokumentation der genetischen und kulturellen Entwicklung der Menschheit.

Das hindert uns jedoch nicht daran, aus der Geschichte zu lernen. Das geht aber nur, wenn wir vorab das Wesen der Evolution begriffen haben. Fortsetzung folgt.

Dieser Beitrag ist eine Kopie der auf der Webseite der Giordano Bruno GBRÖ http://www.giordano-bruno-stiftung.at/?p=2434#more-2434 erfolgten Veröffentlichung

Freitag, 9. August 2019

Muster: "Unser erster Flyer"


Wir sind da,

Wir wollen nicht streiten, sondern wahrgenommen werden.

Es mutet eigenartig an: Die Kirchenaustritte nehmen zu, der Einfluss der Kirchen wird staatlich gefördert! Leben wir wirklich noch in einer durch religiöse Überzeugungen geprägten Welt? Will das die österreichische Bevölkerung?

Wenn es schon einen Campus gibt: Warum gibt es nur einen Campus der Religionen und keinen Campus der Weltanschauungen?


Besuchen Sie bitte unsere Webseite „Laizisten der Seestadt“ https://laizisteninderseestadt.blogspot.com/ Sie erfahren in ihr auch unter „Interessantes“, was Laizisten sind. Der Blog ist noch im Aufbau. Trotzdem ist er bereits jetzt ein Schuh im Türspalt. 


wir Laizisten in der Seestadt.


Impressum: Medieninhaber, Hersteller, Herausgeber, Redaktion, Layout: Dr. Emmerich Lakatha, Würtzlerstraße 25/3/24 1030 Wien. Tel.: 0660 65 25 524, E-Mail emmerich.Lakatha@outlook.com. Grundlegende Richtung: Weltanschauliche Informationen 

Sonntag, 4. August 2019

Herbergsuche

Die Religionen haben ihren Campus. Wo können sich die Laizisten treffen? 

Wer hat einen Vorschlag? Wäre doch schön, wenn wir uns in einem Lokal miteinnander bekanntmachen könnten!  Bitte sendet Eure Vorschläge an emmerich.lakatha@outlook.com

Nur zu Eurer Information:
Ich bin 87 Jahre alt und muss jedes Mal vom dritten Bezirk mit dem Taxi anreisen. Vielleicht finden sich BewohnerInnen der Seestadt, die die Koordination übernehmen können. Eine örtlich geleitete Gruppe wäre super.